Pizzateig

Pizzateig

Mehl, Wasser und Hefe in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken eines Handrührers eine Minute lang zu einem glatten Teig verrühren. Salz hinzufügen und noch einmal eine halbe Minute lang verrühren. Den Rührschüssel mit Plastikfolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen (4 bis 8 Stunden).
Ein Holzbrett mit etwas Mehl bestreuen, darauf den Teig legen und mit dem Nudelholz zu einem Kreis mit einem Durchmesser von etwa 25cm ausrollen. Der Teig ist dann etwa ein Viertel bis einen halben Zentimeter dick.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Italienisch

Equipment

  • Handrührgerät
  • Rührschüssel
  • Nudelrolle

Zutaten
  

  • 200 g Weizenmehl Type 405
  • 120 ml Wasser
  • 5 g Frischhefe
  • 1 Messerspitze Salz

Anleitungen
 

  • Zutaten verrühren.
    Dazu gibt man Mehl, Wasser und Hefe in die Rührschüssel und verrührt alles mit dem Knethaken eines Handrührers.
    Das Salz gibt man zuerst nicht mit, weil die Hefe beeinträchtigt wird, wenn sie mit zu viel Salz in Berührung kommt. Deshalb gibt man das Salz erst später hinein, wenn man sicher ist, dass die Hefe gut im Teig verteilt ist. (Man könnte ebensogut Wasser, Mehl und Salz verrühren und dann die Hefe hinzugeben).
    Man bekommt recht schnell einen geschmeidigen Teig. Man braucht dazu nur eine Minute. Die Aufnahmefähigkeit des Mehls für Wasser variiert. Deshalb ist die Mengenangabe 120ml Wasser auf 200g Mehl nur ein Anhaltspunkt. Wenn der Teig zu trocken oder sogar bröselig ist, dann sollte man noch etwas Wasser hinzufügen. Der Teig sollte leicht klebrig sein.
  • Teig kneten.
    Auf diesen Schritt kann man verzichten, wenn man den Teig im Kühlschrank gehen lässt. Dann ist die Gehzeit nämlich mehrere Stunden und dabei passiert genau das, was man mit dem Kneten bezweckt: der Teig wird elastisch und reißt nicht, wenn man ihn mit den Händen auseinander zieht.
    Mindestens 5 Minuten sollte man den Teig mit dem Handrührer kneten. Der Teig ändert in dieser Zeit seine Konsistenz deutlich. Er wird elastischer und klebriger. Wenn man ihn sehr intensiv knetet (20 Minuten), dann wird der Teig so elastisch, dass man Fäden von 30-50cm Länge ziehen kann.
  • Teig gehen lassen.
    Hefe liebt Wärme und vermehrt sich bei 35 Grad am schnellsten. Deshalb stellt man die Rührschüssel bedeckt mit einem Trockentuch normalerweise an einen warmen Ort. Die Hefen verwandeln die Stärke im Mehl zu Alkohol und Kohlendioxid. Das Kohlendioxid bleibt im Teig in vielen kleinen Bläschen. Dadurch geht der Teig auf und verdoppelt sein Volumen.
    Je kälter es ist, desto langsamer ist dieser Vorgang. Auch im Kühlschrank geht der Hefeteig auf. Das dauert dann nur sehr lange und man kann das gern über Nacht geschehen lassen. Damit der Teig nicht austrocknet und damit er keine Kruste bildet, sollte man die Rührschüssel mit einer Plastikfolie verschließen. Wenn man eine Schüssel mit dicht schließendem Deckel hat, ist das ebenso gut.
    Man kann auch mehr Hefe nehmen und den Gehprozess dadurch beschleunigen. Der Effekt ist aber nicht besonders stark. Die Mengenangaben bei den meisten Rezepten (1 ganzer Würfel Hefe mit 40g auf 500g Mehl) sind völlig übertrieben.
  • Teig ausrollen.
    Nach dem Gehenlassen ist der Teig fertig. Man muss ihn jetzt nur noch auf etwa einen Viertelzentimeter Dicke ausrollen. Meist wird man ihn rund ausrollen. Aber man kann ihn auch rechteckig für ein rechteckiges Backblech ausrollen.
  • Teig belegen.
    Das Backblech legen wir mit Backpapier aus, damit der Teig nicht am Backblech kleben bleibt. Alternativ können wir auch das Blech mit Margarine auspinseln und dann darüber Mehl verstäuben. Das verhindert Ankleben des Teigs auch absolut zuverlässig.
    Die ausgerollte Teigplatte legen wir auf das so vorbereitete Backblech und belegen es nach eigenem Wunsch. Die klassische Pizza wird mit pürierten Tomaten bestrichen und mit Mozarella-Scheiben belegt. Zum Schluss gehören auf jeden Fall noch Pizzakräuter darauf gestreut. Frische Basilikumblätter sind auch immer ganz lecker und passen zu Tomaten und Mozarella ausgezeichnet.
    Fast schon klassisch ist die Salami. Aber Pilze, Auberginen, Tintenfisch und viele andere Zutaten lassen sich als Belag verwenden.
  • Backen.
    Ab in den Backofen. Bei 200 Grad (Gas Stufe 4) wird der Teig am Rand nach etwa 15-20 Minuten braun und der Mozarella zerfließt. Das ist der Zeitpunkt, an dem man die Pizza servieren kann.

Notizen

Wenn der Pizzabringdienst eine Pizza bringt, dann hat das einen entscheidenden kulinarischen Nachteil: man bekommt immer eine Gummiplatte. Eine gute Pizza hat einen knusprigen Rand und ist in der Mitte weich, aber nicht gummig. Das gelingt nur, wenn die Pizza absolut frisch aus dem Backofen auf den Tisch kommt.
Auch eine Tiefkühpizza aus dem Supermarkt ergibt nur eine aufgewärmte Pizza. Schmeckt nicht so gut wie im Restaurant vom Pizzabäcker frisch zubereitet.
Wenn du selbst eine Pizza frisch zubereiten willst, kannst du einen Pizzateig aus dem Supermarkt für einen lächerlich hohen Preis kaufen. Für weniger als ein Zehntel des Preises kannst du selbst den Teig absolut frisch herstellen. Und das ist denkbar einfach.
Ich habe die Kühlschrankvariante der Teigzubereitung in der Kurzanleitung gewählt, weil sie am unproblematischsten ist und allen denen, die Angst davor haben, dass der Hefeteig nicht aufgeht, die Gewissheit gibt: Hefeteig geht immer auf.
Hast du Angst, dass der Hefeteig nicht aufgeht? Hefeteig geht immer auf. Wenn das Zimmer und die Zutaten 25 Grad warm oder wärmer sind, dann geht das sogar sehr schnell. Nach einer halben Stunde hat sich der Teig verdoppelt und ist dadurch schön locker geworden. Aber selbst im Kühlschrank geht der Teig auf (allerdings nur, wenn man Frischhefe nimmt; Trockenhefe geht im Kühlschrank nicht auf).  Er braucht dann nur etwas länger Zeit. Das Gehenlassen des Teigs im Kühlschrank hat den Vorteil, dass es auf die Teigruhezeit nicht so sehr ankommt. Ob es 4, 8 oder 10 Stunden oder mehr sind, ist ziemlich egal.
JasperExtreme
Author: JasperExtreme

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